Gesunde Ernährung für Hunde und Katzen


Getreide im Hundeernährung - Ist es wirklich gefährlich??!

 

 

Ist es überhaupt in Ordnung, das Getreide dem Hund zu füttern?! Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort! In diesem Artikel findest du alles, was du wissen sollst, um eine richtige Entscheidung bezüglich Getreide im Hundefutter zu treffen.

 


Das Getreide scheint das "Schimpfwort" der Hundeernährungswelt zu sein. Erwähne mal, dass du deinem Hund Getreide fütterst, und es kann gut passieren, dass du von manchen Foren und Facebook-Seiten ausgegrenzt wirst. Aber die Tatsache ist, dass jeder Hund ein Individuum ist und keine einzige Diät für eine ganze Tierart geeignet sein kann. Ist Getreide für manche Hunde problematisch? Definitiv! Tut es anderen Hunden gut? Na klar!

 

Lass uns zusammen das Getreide und Hunde genauer anschauen, damit du selbst einscheiden kannst, was für deinen Hund am besten ist.

 

Was ist überhaupt Getreide?

Grundsätzlich heißt Getreide das Saatgut von Gräsern, die als Lebensmittel angebaut werden. Die Getreide sind komplexe Kohlenhydrate, die aus Stärke und Ballaststoffen bestehen. Während der Verdauung zerlegt das Enzym Amylase Stärken in einfache Zucker wie z.B. Glukose. Diese Zucker können von Körper als Energie genutzt werden. Ballaststoffen in Vollkorngetreide sind unverdaulich, bieten jedoch gewisse gesundheitliche Vorteile. Einige Getreidearten enthalten Gluten (ein ziemlich umstrittenes Protein auf pflanzlicher Basis), währen andere Getreidearten glutenfrei sind.

 

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Rohfütterung: BARF, Prey und Co

Iberischer Wolf mit Knochen (pixabay.com)
Iberischer Wolf mit Knochen (pixabay.com)

Gesunde natürliche Hunde- und Katzenernährung ist meist eine artgerechtes Ration, die keine Behandlung erfordert, also roh...

 

Sie besteht hauptsächlich aus dem rohen Fleisch, den tierischen Nebenerzeugnissen (Innereien wie z.B. Herz, Leber, Milz, Niere oder Lunge), fleischigen Knochen, pflanzlichen Lebensmitteln wie bestimmte Sorten von Gemüse und Obst, und eventuell mit Zugabe von fermentierten Milchprodukten.

 

Bestimmte Arten von Getreide können auch als Zusatz zu den Basisdiät eingesetzt werden.

 

Meinungen über Rohfütterung

Ein sorgfältiger Ernährungsplan der Rohfütterung gibt dem Tier zahlreiche gesundheitliche Vorteile, darunter ein gesünderes Fell, bessere Zähne, mehr natürliche Vitamine  und Mineralien usw. Natürlich gibt es auch viele Kritiker, die behaupten, dass das Risiko von lebensmittelbedingten Erkrankungen, Magen-Darm Problemen und Unter- und Überversorgungen die Vorteile überwiegen. Diese Kritiker sind oft Unterstützer von industriellem Fertigfutter. Dr. Fransic M. Pottenger hat eine Studie in Jahren 1932-1942 durchgeführt, in der er die Vorteile von Rohfütterung bei Katzen gezeigt hat. Leider gab's lang nur sehr wenige objektiven Studien über die Rohfütterung. In letzter Zeit tut es sich mehr und mehr... Zum Beispiel, im Jahr 2014 wurde in Großbritannien die Raw Feeding Veterinary Society (Rohfütterung Veterinär Gesellschaft). Diese Gesellschaft befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Rohfütterung und versucht die Menschen über die Vorteile und richtige Vorgehensweise aufzuklären. 

 

Aber in diesem Artikel werden wir nicht versuchen, die Rohfütterung gegenüber dem industriellen Fertigfutter zu verteidigen. Darüber kann man Jahrelang streiten und wird vermutlich kein Kompromiss finden.

 

Arten der Rohfütterung

So wie Befürworter von Fertigfutter und Rohfütterung verschiedene Meinungen haben, gibt es auch Meinungsverschiedenheiten in der Rohfütterung-Community.  Eine der Hauptfragen ist: "Ist der Hund ein Omnivore oder doch ein Karnivore?" Bei Katzen sind die Leute sich mehr oder weniger einig - die Katze ist ein Karnivore! 

Dazu kommen noch solche Fragen wie:

  • Brauchen Hunde und Katzen ein pflanzlicher Anteil in der Ernährung und wenn ja, dann wie viel?
  • Sind alle Knochen oder nur bestimmten ungefährlich?
  • Wie geht man mit der Getreide um?

Naja, was für Methoden in Rohfütterung gibt es denn... Also ich bin mindestens 5 verschiedenen Methoden gestolpert, obwohl eine davon ist keine reine Rohfütterungsmethoden (wir nehmen sie spaßeshalber trotzdem auf)

 

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Frisch aus dem Garten - Gesunde Kräuter für Hunde und Katzen

Petersilie-Kräuter-Tierernährung
Petersilie Pflanze

In fast jeder Küche finden frische Kräuter immer wieder einen Platz. Wir nutzen sie vielseitig – als Gewürze für unser Essen, als Tee oder zu Verbesserung des Wohlbefindens. Warum sollte man diese Kräuter nicht unseren Tieren anbieten?! Ich stelle 8 Kräuter vor, die in meiner Küche und meinem Garten immer einen sonnigen Platz haben.

 

 

Petersilie

Es ist kaum möglich eine Küche ohne Petersilie vorzustellen. Bei mir findet man immer getrocknete Petersilie und je nach Jahreszeit Töpfe mit frischen Pflanzen. Im Hundenapf gibt es auch immer wieder Petersilie zu sehen. Bei Zubereitung von meinen Leckerlies setze ich diese Kräuter sehr gerne ein. Dazu ist Petersilie sehr reich an Eisen und Vitamin C.

 

Wirkung:

Petersilie hilft sehr gut bei Mundgeruchsproblemen. Aber wenn es sich um eine Erkrankung handelt, solltest Du einen Tierarzt um Rat fragen. Zudem wirkt Petersilie verdauungsfördernd und entgiftend. Bei Blähungen, Nieren- und Blasenbeschwerden wird es gerne eingesetzt.

 

Kleine Mengen von getrockneter oder kleingehakter Petersilie können ins Futter untergemischt werden.

 

Achtung! Nicht überdosieren! Wenn Du Dir über die Mengen nicht sicher bist, hol Dir einen professionellen Rat!


Basilikum

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Grundlagen für Artgerechte Hundeernährung

Gesunde Hundeernährung-BARF-Tierernährungsberatung

Unsere Hunde stammen von Wölfen und sind eigentlich Fleischfresser (Karnivore). Obwohl reine Fleischfresser sind Wölfe als auch unsere Hunde nicht: immerhin fressen sie auch das Mageninhalt ihrer Beute als auch verspeisen sie gelegentlich Beeren und runtergefallenes Obst. Das Gras und Blumen werden auch immer wieder gepflückt. Das Grass dient oft als natürliches Magen-Darm "Reinigungsmittel". 

 

Also wenn wir die Ernährung unserer Hunde gesund und naturnah gestalten wollen, welche Zutaten dürfen in den Napf rein? In diesem Artikel habe ich einzelnen Komponenten für eine gesunde Mahlzeit des Hundes aufgelistet:

Fleisch

Diese Gruppe stellt der größte Anteil der Ration des Hundes dar. Unter "Fleisch" versteht man hier Muskelfleisch, Kopffleisch, Zunge usw. Oft neigen die Hundebesitzer eher mageres Fleisch zu füttern. In dem Fall wird vergessen, dass eigentlich Fett als Energielieferant viel besser geeignet ist als Protein. Deswegen raten Ernährungsexperten Fleisch mit höherem Fettanteil zu füttern [1]. Natürlich, gilt das nicht für jeden Tier (bei Übergewicht und manchen Krankheiten sollte Futterration überprüft und entsprechend angepasst werden). Es gibt unzählige Fleischsorten, die Du füttern kannst. Ganz klassisch gibt es Rind, Huhn, Pute, Ente, Ganz oder Ziege. Etwas seltener werden Lamm, Wild und Kaninchen verfüttert, weil diese Sorten kostspieliger sind. Pferdefleisch darf man auch verfüttern. Ich rate immer eine Fleischsorte aufzuheben, für den Fall einer Futterunverträglichkeit und darauffolgende Ausschlussdiät. Deswegen wurde bei mir Pferdefleisch noch nie eingesetzt.

Innereien

Das Erstellen eines artgerechtes Futterplanes kann ich mir ohne Zugabe von Innereien nur schwer vorstellen. Die Organe enthalten viele verschiedene lebenswichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Mit anderen Fleischsorten kann man sie nicht einfach ersetzen. In dem Fall müsste man mit den großen Mengen von Supplementen arbeiten. Die positiven Eigenschaften von Innereien führen aber nicht dazu, dass Muskelfleisch durch Innereien ersetzt wird. Die Vitamin- und Mineralienbomben soll man mit Vorsicht genießen, d.h. nicht mehr als 10% des Rations sollte aus Innereien bestehen.

 

Folgende innere Organe dürfen verfüttert werden:

  • Leber hat die Aufgabe die Giftstoffe und Stoffwechselnebenprodukte abzubauen und auszuscheiden. Sie wird nicht um sonst ein Entgiftungsorgan genannt. Die Nährstoffe, wie Vitamin A und D, Zink, Kupfer, Selen, Vitamin B2 und B12 sind  in Leber zu finden. Außer positive Wirkung, kann Leber in großen Mengen abführend wirken. Die Experten sagen, 1 gram Leber per 1 kg Körpergewicht wird gut vertragen. Also an den 30 kg schweren Hund darf nicht mehr als 30 gram Leber am Tag verfüttert werden. Jeden Tag muss sie aber nicht auf dem Speiseplan stehen. Bei Überfütterung von Leber entsteht das Gefahr vom Vitamin A Überversorgung.  Bei "Knochenkot" oder Verstopfung, in Gegenteil, kann die abführende Eigenschaften von Leber genutzt werden. 
  • Nieren sind auch Entgiftungsorgane. Sie sind eiweißreich und fettarm, enthalten viel Natrium, Kalium und Eisen, aber auch Vitamine B2 und B12. Die Niere wird oft nicht gerne gefressen. Also gelegentliches Beifüttern in kleinen Mengen ist unbedenklich.  
  • Milz ist für die Blutbildung verantwortlich. Deswegen enthält sie sehr viel Eisen und Kupfer. Die Milz ist ein schwerverdauliches Organ und deswegen nicht so wertvoll für den Körper.
  • Lunge ist gut geeignet für die Hunde, die auf ihre Linie achten sollen. Lunge ist sehr fettarm, enthält aber dafür mäßig Protein und Eisen. Getrocknete Lunge als Leckerli eignet sich  super als Ersatz für herkömmliche Belohnung.
  • Herz besteht aus wertvollem fettarmem Muskelfleisch. Es ist reich an Kalium und Taurin. Deswegen sollte es nicht oft verfüttert werden, da Überversorgung an Taurin und Purin nierenschädlich sein kann.
  • Pansen/Blättermagen steht sehr gerne auf dem Speiseplan von Vierbeiner. Es ist zwar ein inneres Organ, besteht aber hauptsächlich aus Muskelfleisch, Fett und Rohfaser. Bei rohfaser ist der Inhalt von Pansen gemeint. Das Ca:Ph Verhältnis von Pansen ist nahe zu ideal - im 100 gram Pansen sind 12 mg Kalzium und 13 mg Phosphor. Pansen soll am besten ungeputzt verfüttert werden, da der Inhalt wichtige Bakterien enthält, die die Verdauung fördern. 
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