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Zahnhygiene bei Hund und Katze

Gesunde Zähne - schönes Leben
Gesunde Zähne - schönes Leben

Es ist eine Tatsache! Sehr viele Hunde- und Katzenbesitzer haben noch nie in den Mund ihres Tieres geschaut. Und das ist ziemlich schlecht, denn schätzungsweise über 80 % der Tiere haben eine signifikante orale Pathologie. Fast jeden Tag werden Tierärzte bei routinemäßigen Kontrollen mit Tieren konfrontiert, deren Mundgesundheit wirkliche Ursache für einen Alarm ist! Wenn Tierbesitzer erfahren, dass ihr Liebling lose Zähne, Zahnstein oder wundes und infiziertes Zahnfleisch hat, sind sie in der Regel sehr überrascht oder schockiert.

 

Mundgesundheitskontrolle

Hier ist eine kleine Checkliste für die Mundgesundheitskontrolle Deines Tieres. Mindestens jede Woche solltest Du in den Mund Deines Tieres einen Blick werfen. Wenn Du eine dieser Anzeichen bemerkt hast, solltest Du den Tierarzt deines Vertrauens kontaktieren:

 

  • Langanhaltender schlechter Mundgeruch
  • Änderung von Fress- oder Kauverhalten
  • Kratzen am Gesicht oder Mund mit Pfoten
  • Übermäßiges Sabbern (Hunderassenabhängig)
  • Fehlende Zähne
  • Verfärbte, abgebrochene oder schiefe Zähne
  • Rotes, geschwollenes, schmerzhaftes oder blutendes Zahnfleisch
  • Gelblich-braune Zahnsteinkruste entlang der Zahnfleischlinie
  • Beulen, Verfärbungen oder sonstige Veränderungen im Mund

 

Gute Zahnpflege ist wichtig!

Es gibt natürlich viele gute Tipps für die gute Zahnpflege deines Tieres:

  1. Eine artgerechte ausgewogene fleisch-basierte Ernährung Deines Tieres ist eine der besten Voraussetzungen, um eine optimale Mundgesundheit zu gewährleisten. Lass Dich informieren was genau artgerechte ausgewogene Tierernährung bedeutet!
  2. Du sollst das aktive Kauen Deines Tieres fördern. Getrocknetes Rinderhaut, Kauspielzeug aus hartem Gummi oder auch Nylon Spielzeug können helfen, die Mundstrukturen vital zu halten. Ein kleines Tipp: Mit altem Frottiertuch könntest Du Deinen Hund zum Zerren auffordern. Das Ziehen und Zerreisen von Frottiertüchern reinigt die Zähne wie eine Zahnbürste.
  3. Natürlich könntest Du deinem Tier Zähne putzen. Dafür benötigst Du aber eine spezielle für Tiere geeignete Zahnpaste. Dieser Prozess ist für jeden Beteiligten sehr gewöhnungsbedürftig. Beim Tierarzt könnte man sich eine spezielle Paste geben lassen. Diese muss man entweder direkt ins Maul oder ins Futtergeben.

Prophylaxe aus eigener Erfahrung

Unser Labrador Gotham hat sehr gute weiße Zähne. An erster Stelle wird er artgerecht ernährt (d.h. alles roh, außer Getreidekomponenten und manchen Gemüsesorten). Außerdem waren Geweihstücke, Kauwurzeln und Baumwollspielzeuge schon immer im Sortiment. Immer wieder gibt es Rinderohren, getrocknete Hautspezialitäten und sehr harte Leckerlis, die Kauen fördern.

 

 

Mit Katze Harley ist die Situation ganz anderes. Das Zehren beim Spiel gibt’s auch, aber nicht so lang und intensive wie mit dem Hund. Kauwurzel und Geweihstücke sind zu groß und eher uninteressant. Zum Glück akzeptiert sie manche Sorten von Leckerlis, die sie dann richtig zerkaut. Lieblingsbeschäftigung für die Zähne ist aber Anknabbern von Kartonboxen oder Kauen an kleinen Ästen. Natürlich kann so was auch lästig sein, da sehr viel Dreck produziert wird, aber einmal pro Woche kann man damit leben.

 


Vergesst nicht, wie wichtig die Zahnpflege für eure Tiere ist! Überprüft regelmäßig die Mundgesundheitszustand und setzt die Prophylaxe Maßnahmen ein. Gesunde Zähne machen Freude und sparen auch Geld beim Tierarzt!

 

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