· 

Frisch aus dem Garten - Gesunde Kräuter für Hunde und Katzen

Petersilie-Kräuter-Tierernährung
Petersilie Pflanze

In fast jeder Küche finden frische Kräuter immer wieder einen Platz. Wir nutzen sie vielseitig – als Gewürze für unser Essen, als Tee oder zu Verbesserung des Wohlbefindens. Warum sollte man diese Kräuter nicht unseren Tieren anbieten?! Ich stelle 8 Kräuter vor, die in meiner Küche und meinem Garten immer einen sonnigen Platz haben.

 

 

Petersilie

Es ist kaum möglich eine Küche ohne Petersilie vorzustellen. Bei mir findet man immer getrocknete Petersilie und je nach Jahreszeit Töpfe mit frischen Pflanzen. Im Hundenapf gibt es auch immer wieder Petersilie zu sehen. Bei Zubereitung von meinen Leckerlies setze ich diese Kräuter sehr gerne ein. Dazu ist Petersilie sehr reich an Eisen und Vitamin C.

 

Wirkung:

Petersilie hilft sehr gut bei Mundgeruchsproblemen. Aber wenn es sich um eine Erkrankung handelt, solltest Du einen Tierarzt um Rat fragen. Zudem wirkt Petersilie verdauungsfördernd und entgiftend. Bei Blähungen, Nieren- und Blasenbeschwerden wird es gerne eingesetzt.

 

Kleine Mengen von getrockneter oder kleingehakter Petersilie können ins Futter untergemischt werden.

 

Achtung! Nicht überdosieren! Wenn Du Dir über die Mengen nicht sicher bist, hol Dir einen professionellen Rat!


Basilikum

Basilikum ist eine duftende Gewürz- und Heilpflanze. Bei Hunden und Katzen kann es problemlos ins Futter beigegeben werden. Allerdings empfehle ich keine tägliche Einsetzung, sondern einmal pro Woche in kleinen Mengen. Bei trächtigen Tieren soll Basilikum vermieden werden. Basilikum besitz antibakterielle und antivirale Eigenschaften.

 

Wirkung:

 

Diese Gewürzpflanze fördert Verdauung, verhindert Blähungen und wird oft bei Atemwegs- und Harnwegserkrankungen verwenden. Außerdem liefert Basilikum viele wichtige Spurelemente.


Knoblauch

Knoblauch ist ein Zwiebelgewächs, das antibakterielle, antiparasitäre und antivirale Wirkungen ausweist. Bei Menschen wird Knoblauch zu Stärkung von Immunsystem verwendet. Bei Haustieren haben die Besitzer oft eine sehr negative Anstellung gegenüber Knoblauch. Das sind die Folgen manche Studien, bei denen negative Wirkung von Knoblauch auf Hunde und Katzen festgestellt wurde. Es wurde festgestellt, dass bei Hunden 5 gram Knoblauch per KG Körpergewicht am Tag schädliche Folgen haben kann. In sehr kleinen Mengen (>2 gram) 2-3-mal der Woche hat Knoblauch eher positive Einfluss auf Körper.

 

Wirkung:

 

Knoblauch aktiviert und stärk das Immunsystem, regt das Kreislaufsystem an und wirkt effizient gegen Parasiten. Es hilft oft bei Magen-Darmbeschwerden und Erkältungen.


Dill

Dill ist eine gesunde und wohlschmeckende Kraut. Sie wird sehr gut von vielen Tieren angenommen, da sie etwas süßlich schmeckt.

 

Wirkung:

 

Dillkraut hat sehr starke verdauungsfördernde Eigenschaften. Sie wird oft bei Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden und als Appetitanreger eingesetzt.  


Hagebutte

Diese Heil- und Futterpflanze wird in getrocknete gemahlene Form verfuttert. Hagebutte enthält sehr viel Vitamin C, aber auch Vitamine A, B, E und K. Ich setze diese Pflanze gerne bei älteren Hunden und in Winterzeiten.

 

Wirkung:

 

Bei Katzen und Hunden wirkt Habebutte entzündungshemmend und antibiotisch. Es wird gerne eingesetzt bei Erkältungskrankheiten, Fieber, nach Magen-Darm Problemen, bei Arthritis und allgemein zu Stärkung des Immunsystems.


Katzengras und gewöhnliche Gräser

Ich bin der Meinung, dass jeder Besitzer von Hauskatzen (die nicht nach draußen dürfen) frisches Katzengras im Haus haben sollte. Die Katzen fressen Gras um die verschlucktes Fell aus dem Körper zu fördern. Hunde fressen oft Gräser draußen. So versuchen die Tiere selbst einen Reinigungsprozess anzustoßen. Meine Hunde pflücken auch gerne Katzengras aus dem Topf, wenn ich ihnen anbiete. 


Brennnessel

Diese Pflanze findet man fast überall auf den Feldern und in den Wäldern. Man verwendet entweder getrocknete gemahlene Blätter oder getrocknete Samen. Brennnessel enthält viele wichtige ernährungsphysiologische Substanzen, wie Vitamine und Spurelemente.  

 

Wirkung:

 

Brennnessel wirkt sehr positive auf den gesamten Stoffwechsel. Es hilft mit Anregung von Nierentätigkeit und Bildung von roten Blutkörperchen, lindert Durchfall und unterstützt Leberfunktion. In kleinen Mengen kann es täglich beigefuttert werden.


Salbei

Diese Pflanze hat eine lange Anwendungsgeschichte in der Welt der Menschen. Ich selber liebe Salbei-Tee, vor allem, wenn man Husten, Erkältung oder Magenbeschwerden hat. Bei Katzen und Hunden kann Salbei auch Verwendung finden.

 

Wirkung:

 

Als Tee hilft Salbei bei Magen-Darm-Entzündungen, Blähungen und leichtem Durchfall.


Hinweis

Eine Haftung für die richtige Wirkung, Anwendung und Fütterung der Pflanzenteile kann ich nicht übernehmen, da jeder Hund- und Katzenhalter für seine Tiere selbst verantwortlich ist. Außerdem ist jedes Tier anders im Verhalten insbesondere beim fressen. In jeden Fall sollte man sich vorher mit seinem Tierarzt oder Tierernährungsberater in Verbindungsetzen und fragen, ob man diese Pflanzen seinem Tier unbedenklich geben kann.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Tobias Müller (Freitag, 05 Oktober 2018 09:41)

    Danke für den Beitrag und die vielen hilfreichen Infos zu Kräutern für Hund und Katze! Meine Bekannte ist sehr begeistert von TCM Kräutern für ihren Hund. Gibt es dazu irgendwelche Tipps? Ich habe nämlich auch überlegt, meinem Hund Kräuter ins Futter zu mischen, bin mir aber noch unsicher.
    LG
    https://www.meinetieraerztin.at/de/tcm-f%C3%BCr-tiere/tcm-f%C3%BCr-hunde/

  • #2

    Lena (Dienstag, 23 Oktober 2018 16:01)

    Hallo Tobias,

    Für die richtige Verwendung von TCM Kräutern werde ich empfehlen einen Experten in diesem Bereich zu kontaktieren. Grundsätzlich aber, wenn keine gesundheitliche Notwendigkeit besteht, braucht der Hund keine Kräutermischungen. Und bitte immer mit Vorsicht Kräuter verfüttern!

    LG